Rehlingen 2000 (Foto Markus Triebel)

Rehlingen – ein Dorf mit Geschichte

Rehlingen gehört zur Gemeinde Langenaltheim und liegt im südlichen Teil Mittelfrankens nahe der Grenze zu Oberbayern und Schwaben in den Ausläufern der Schwäbischen Alb in einer abwechslungsreichen und schönen Hügellandschaft. Die Einwohnerzahl beläuft sich derzeit auf ca. 270 Menschen im Vergleich zu 179 Einwohner im Jahre 1814.

Das Dorf Rehlingen dürfte etwa 1000Jahre alt sein, denn in der ersten urkundlichen Erwähnung (1035) war es ja schon Kirchdorf.

„Rohilingin“ dürfte demnach von einem „Rohilo“ gegründet worden sein. Weitere Schreibweisen im Mittelalter waren: Rohelingen, Rochlingen, Röhlingen, Rechlingen und Reheling. Ab 1637 ist dann die Schreibweise Rehlingen nachgewiesen.Die Umwandlung des Vokals „o“ im ursprünglichen Namen Rohilingin zum „e“ in Rehlingen kann man aus der Mundart des Mittelfränkischen erklären, ähnlich wir für das Wort Dörfer im Dialekt „Däefe“ gesagt wird.

In dem Stiftungsbrief des Grafen Leodegar 11. von Lechsmund für das Walburgiskloster in Eichstätt vom 24.7.1035 wird Rehlingen („Rohilingin“) zum ersten Male urkundlich erwähnt. Dieser Urkunde ist zu entnehmen, dass Rehlingen damals bereits ein Kirchdorf gewesen ist. Seit dem Jahre 1035 stand die Kirchengemeinde Rehlingen bis hinein ins 19. Jahrhundert in direkter Verbindung mit dem Walburgiskloster in Eichstätt, dem Rehlingen den „Großen Getreidezehnt“ abzuliefern hatte.

Deshalb musste dieses Kloster noch im Jahre 1731 den damals notwendig gewordenen Bau des heute noch stehenden Rehlinger Pfarrhauses finanzieren, sehr zum Leidwesen der damaligen Äbtissin!

In der vorreformatorischen Zeit gehörte die Pfarrei Rehlingen zum Kirchenbezirk Monheim, danach unterstand sie dem Gräfl. Pappenheimischen Konsistorium, später dem Dekanat Pappenheim.

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